(2009-06-26 - Joe Brandes) Was ich noch zu sagen hätte ...

Die Grand Prix Saison 2009 der DBU ist mit dem letzten GP am 13./14. Juni 2009 in Berlin beendet und schon 8 Tage später (Änderungszeit im Snookermania-Forum: Letzte Änderung: 2009/06/22 07:00 von Kesseler) steht die Endrangliste fest. Mittlerweile haben wir auch die Abschlusstabellen erhalten und können die Ergebnisse hier und bei der End-Rangliste einpflegen.

Hier nun auch ein Resumee und Feedback...

In den Zeiten von Zertifizierungen und Qualitätsmanagements allenthalben eine Selbstverständlichkeit und - wie ich meine - hier auch notwendig. Solche Feedbackbögen haben in einfacher Form - so auch in meiner Berufswelt - vor Allem ein entscheidendes Fragekästchen: "Würden Sie die Veranstaltung wieder besuchen? JA / NEIN".
Leider muss ich persönlich diese Frage mit einem entschiedenen NEIN beantworten. Warum ich der Veranstaltungsreihe mit Mühe und Not die Schulnote 4- (dt.: gerade so ausreichend) vergebe, will ich den Interessierten an dieser Stelle gerne erläutern.

Vorher aber, weil es die Höflichkeit geziemt und weil ich aus eigener Erfahrung weiß, was die Organisation von Veranstaltungen und Verbänden bedeuten kann, mein Dank an die Veranstalter vor Ort.

Und wer jetzt noch liest, dem will ich gerne mein Feedback erläutern.

Die nackten Zahlen:
Am Ende standen nach 4 Turnieren mit jeweils Centern mit 8 und mehr Tischen also 84 TN auf der Rangliste. Han: 51; Rau: 55; Vie: 48; Ber: 39 (? - habe ich bis heute leider keine Tabelle zum Auswerten und Veröffentlichen erhalten)
Die Zahlen sprechen für sich selbst. Bei einem Startgeld von 130 Euro für die komplette Serie (32,50 Euro pro GP) wussten wohl viele schon vorher, dass sich die Teilnahme nicht "lohnt". Und das trotz des vernünftigen Startgeldes!
Conclusio: Es muss sich wieder lohnen an dieser Serie teil zu nehmen. Ansätze hierzu waren in Berlin zu sehen, wo man zumindest am Sonntag mit einem Grillangebot für so etwas wie Gemeinschaftsinn und Gruppendynamik gesorgt hat.

Turniermanagement:
Mit dem Landessportwart Snooker Bayern Jürgen Kesseler hat man sicherlich einen Kenner der Turnierszene, aber eben auch einen Teilnehmer an der Veranstaltungsserie ohne echtes Backup. Unter dem Strich wurde die Serie OHNE Turnierdirektor durchgeführt. Darunter litt so manche Nachmittagsgruppe aus der der dann mal schnell eine Abend- und Nachtgruppe wurde. Höhepunkt war dann sicher die Veranstaltung in Berlin zu der ich persönlich extra den Freitag-Abend vorher angereist war, um stressfrei zur "Deadline" am Samstag-Morgen um 10.30 Uhr parat zu stehen. Wer nicht da war, war der Turnierdirektor und ein Flug mit "Süddeutschen".
Conclusio: Eine solche Serie braucht einen hauptamtlichen Begleiter und jeweils vor Ort einen Partner.

Etikette:
Damit soll mir bitte wirklich niemand mehr kommen. Übrigens auch nicht was meine eigene Vergangenheit angeht!! Und so lange Snookerdeutschland zum größten Teil aus "O'Sullivan Fans" besteht schon gleich gar nicht (siehe: YouTubeVid). Ich käme auch ohne klar, aber es sollen nicht die Snookerspieler der GP-Serie so tun, als hätten sie Snookeretikette. Ich will auch nicht alles aufzählen, aber ein paar Sachen gehen einfach nicht. Da wir gegenseitig Schiris machen müssen, sollten gerade unsere tollen Youngsters mal kurz die Grundlagen intensiv geschult bekommen: man zählt für den Gegner, man zählt nach dem Ballaufsetzen, man spricht nicht mit Anderen sondern ist als Schiri für den Gegner da, man spielt nicht, wenn der Gegner noch unter dem Tisch seine Verlängerung verstaut, man benutzt freie Tische nicht zum Trainieren (sondern setzt die Turnierleitung davon in Kenntnis, um den Fortgang der Veranstaltung zu optimieren), man spielt nicht Ninja mit dem Queue, ...
Conclusio: interessiert keinen

Regularien:
Mal Best-of-3 mal B-o-5, mal mit mal ohne Schiris, mal mit gepunkteter Weißer mal mit irgendeiner Weißen, 2er 3er und 4er Gruppen, mal mit mal ohne jedweden Aushang und Ergebnislisten - die Liste geht on and on ... natürlich geht das Alles;
ABER: es schmälert eben auch immens den Wert und das Erlebnis einer solchen Veranstaltungsreihe.

DBU:
Da war doch was - ach ja: die "Deutsche Billard Union" ist der Veranstalter und verteilt 12 Startplätze Herren und 8 Startplätze Senioren für die Deutschen Meisterschaften in Bad Wildungen. Und das war es dann auch. Bis heute keine einziges offizielle Statement, Ergebnis oder Meldung aus einer offiziellen DBU-Quelle. Die gesamte Veranstaltung fand Ihren Widerhall in mehreren zerhackten Threads eines Forums eines Billardverlages!
Conclusio: Aufwertung in der Öffentlichkeit dringlichst notwendig - auch wenn wir hier in diesem Zusammenhang nur von der "Snookeröffentlichkeit" sprechen wollen. Von einem ordentlichen Auftritt der GP-Serie für eine mögliche Aquise von Sponsoren oder auch nur Unterstützern ist die Serie meilenweit entfernt.

Also: Good Pot allen und bis demnächst an einem Snookertisch
Joe Brandes, Juni 2009

Ergebnisse GP Berlin

Hier noch der schöne Bericht vom Christian Hauburg (www.gosr.de) und ein paar Pics ...

 

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